Leistungsdiagnostik und Leistungsprognostik - zentrale Elemente der sozialmedizinischen Begutachtung. Theroetisch-konzeptionelle Analyse und Entwicklung von Grund- und Leitsätzen
Während die Leistungsdiagnostik und die eng damit verbundene Leistungsprognostik über mehrere Jahrzehnte bereits Eingang in die Sportwissenschaft, und dabei insbesondere die angewandte Trainingswissenschaft, gefunden hat, ist nunmehr auch deren Bedeutung für andere Bereiche, wie beispielsweise die Sozialmedizin, stärker ins Bewußtsein gerückt. Die arbeitsbezogene Diagnostik der Leistungsfähigkeit, die im Zusammenhang mit Bewerbungsverfahren im Berufsalltag durchführt wird, sei hier als Beispiel genannt.
In der vorliegenden Arbeit, die an der Deutschen Sporthochschule Köln 2002 als Dissertation vorgelegt wurde, werden diese und weitere Applikationen der Leistungsdiagnostik zum Anlaß genommen, um sich dem Problem auf wissenschaftlich-theoretischer Ebene zu nähern. Zu werden Fragen sowohl der körperlichen als auch der weiterer Elemente der Leistungsfähigkeit untersucht und aktuell gebräuchliche theoretische Konstrukte vorgestellt. Daran schließt sich die Präsentation von Elementen der Leistungsdiagnostik und der dafür eingesetzten Methoden an. Die Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Formulierung allgemeiner Grund- und Leitsätze zur Leistungsdiagnostik und Leistungsprognostik. Diese folgen einem mehrdimensionalen, komplexen und diagnostischen Ansatz. Sie wenden sich gegen die Verwendung der körperlichen Leistungsfähigkeit als Universalparameter. Die Autorin schlägt eine Gliederung nach Funktions- und Strukturdiagnostik, Aktivitätsdiagnostik und Partizipationsdiagnostik vor und bietet dafür eine differenzierte Analyse von Dimensionen, Charakteristika und Anwendungsfeldern.
Von diesen grundsätzlichen Überlegungen ausgehend wendet sich der zweite Hauptteil der Diagnostik und Prognostik der arbeitsbezogenen Leistungsfähigkeit in der Sozialmedizin zu. Hier entwickelt sie ein Modell, das sowohl den Wirkungszusammenhang zwischen Krankheit, Leistungsfähigkeit, Kompensationsfähigkeit und Bewältigungsrepertoire als auch spezielle Prädikatoren der Erwerbs- und Arbeitsfähigkeit sowie das Selbstkonzept der Leistungsfähigkeit des Einzelnen einbezieht. Dafür stellt sie geeignete Methoden, Instrumente und Verfahren zur Operationalisierung der Leistungsdiagnostik und Leistungsprognostik wie die Functional Capacity Evaluation oder Interviewmöglichkeiten zur Erfassung des Selbstkonzeptes vor.
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| Schlagworte: | |
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| Notationen: | Biowissenschaften und Sportmedizin Trainingswissenschaft |
| Sprache: | Deutsch |
| Veröffentlicht: |
Berlin
2002
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| Ausgabe: | Berlin: Mensch & Buch Verlag, 2002.- 184 S. (Sportwissenschaftliche Forschungsberichte) |
| Schriftenreihe: | Sportwissenschaftliche Forschungsberichte |
| Seiten: | 184 |
| Dokumentenarten: | Buch |
| Level: | mittel |