Physiologie des L-Carnitins und seine Bedeutung für Sportler

Die Ernährung von Wettkampf- aber vor allem Hochleistungssportlern gehört inzwischen zu den Fragen, ohne die ein leistungsorientiertes Training nicht effektiv und letztlich erfolgreich absolviert werden kann. In diesem Zusammenhang gehört der Einsatz von Nahrungsergänzungsstoffen immer wieder zu den intensiv diskutierten Themen. Die damit verknüpften Erwartungen reichen von Gesundheitsvorsorge, Erhöhung der sportlichen Belastbarkeit, Beitrag zur Wiederherstellung bis zur Förderung der sportlichen Leistungsentwicklung selbst. Das Buch beschäftigt sich mit dem vitaminähnlichen Nahrungsinhaltsstoff L-Carnitin und seinen nützlichen Wirkungen für Sportler. L-Carnitin wird auch vom Körper selbst hergestellt, ist somit eine körpereigene Substanz, kommt in jeder Zelle vor und ist unerlässlich für den Fettstoffwechsel. Um die Wirkungen des L-Carnitin zu erläutern, wurden von den Autoren eine Vielzahl von vorliegenden Untersuchungsergebnissen zusammengetragen und analysiert (pro Jahr erscheinen bis zu 600 Arbeiten dazu). Davon werden 66 Studien mit Sportlern explizit (S. 135-142) mit ihren Hauptuntersuchungsrichtungen vorgestellt. Es wird deutlich, dass das L-Carnitin eine Vielzahl von physiologischen Funktionen erfüllt, die vom Transport langkettiger Fettsäuren und dem Puffer für Coenzym A über die Steigerung der antioxidativen Schutzsysteme und die Optimierung des Kohlenhydratstoffwechsels bis zu den Wirkungen auf die Zellmembranen und auf das Immunsystem reichen. Diese Wirkungen werden fachlich sehr detailliert beschrieben und stellen die Grundlage dafür dar, sich mit den Einsatzmöglichkeiten des L-Carnitin für Sportler zu beschäftigen. Eine sportbezogene Applikation wird dabei als Optimierung der Sporternährung verstanden. Den Autoren gelingt es sehr gut, die Grundlagen des Einsatzes von L-Carnitin bei Sportlern zu verdeutlichen (erhöhter Bedarf, erhöhte Ausscheidung, Mangelerscheinungen im Blut und in der Muskulatur). Von essenzieller Bedeutung für den Leser sind natürlich die Ausführungen zu den Wirkungen des L-Carnitin auf den trainierenden Sportler, die in folgende Schwerpunkte untergliedert wurden: - Reduktion des oxidativen Stress' - Verhinderung von Muskelschäden - Reduzierung der Laktatbildung - Leistungssteigerung - Wirkung auf Stresshormone - Effekt hinsichtlich Energieproduktion - Sportlerherz - Beziehung zum Ammonium - Effekte im Blut des Sportlers - Wirkungen auf das Immunsystem des Sportlers. In einer Zusammenfassung unterstreichen die Autoren, dass eine Dosierung von 1.000-3.000 mg L-Carnitin als eine sichere und physiologische Dosierung betrachtet werden kann, die auch zur Stabilisierung der sportlichen Leistung sowie - in bestimmtem Rahmen - zu ihrer Verbesserung genutzt werden kann. Außerdem trägt eine derartige Dosierung zur positiven Beeinflussung der Regeneration unter Sportbedingungen bei.
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Bibliographische Detailangaben
Schlagworte:
Notationen:Biowissenschaften und Sportmedizin
Sprache:Deutsch
Veröffentlicht: Schlütersche Verlagsgesellschaft 2004
Ausgabe:Hannover: Schlütersche Verlagsgesellschaft, 2004.- 187 S.
Dokumentenarten:Buch
Level:mittel